Allgemeines

Das Himmelfahrtsfest findet vierzig Tage nach Ostern statt. Vierzig Tage lang war Jesus nach seiner Auferstehung noch bei seinen Freunden, Jünger genannt, hat sie gelehrt und Gemeinschaft mit ihnen gehabt, bevor er in den Himmel aufgefahren ist.

Die Bedeutung des Himmelfahrtsfestes wird heute mehr und mehr überdeckt durch den volkstümlichen Brauch des „Vatertages“. Was anfangs nur ein Tag für Männer war, entwickelt sich zunehmend zum Familientag. Wanderungen werden zum Gemeinschaftserlebnis. Jesus war auch nie alleine unterwegs. Er hat die Gemeinschaft mit Menschen gesucht und gelebt.

 

Himmelfahrt mit Kindern feiern

Himmelfahrtswanderung

Auf dem gedeckten Frühstückstisch findet sich alles, was für eine Vesper bei einer Wanderung gebraucht wird. Jeder richtet sich sein seinen Wanderproviant selber her. Rucksäcke werden gepackt. Das Ziel ist ein Berg, von dem man eine gute Aussicht hat.

Dadurch wird eine Tradition aufgenommen: das Bergwandern zu einem Gipfelkreuz. Dieser Brauch erinnert daran, dass Jesus mit seinen Jüngern auf einen Berg gestiegen ist, um von dort aus in den Himmel aufzufahren.

Auf dem Berg kann eine Schriftrolle in Briefform versteckt werden, auf dem die Himmelfahrtsgeschichte aus Lukas 24, 36-53 geschrieben steht. Vor dem Picknick wird der Text gelesen und danach fröhlich gevespert.

     
Öchsenberg Gipfelkreuz

Auf manchen Bergen werden auch Himmelfahrtsgottesdienste gefeiert. Diese Information erhält man über Pfarrämter in der Region, in der man sich bewegt.

Im Kirchenkreis Bad Salzungen Dermbach wird Himmelfahrtsgottesdienst z. B. auf dem Öchsenberg gefeiert. Der Öchsenberg liegt unweit vom Hessischen Kegelspiel, auf thüringischer Seite und ist von Vacha, Völkershausen oder Sünna gut zu erreichen.