18.11.2019
Tagung der Kreissynode

am 15. November 2019 in Dermbach

 

Am 15. November tagte in Dermbach die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach. Und diese Tagung war in mehrfacher Hinsicht eine besondere, ging doch damit die 6-jährige Wahlperiode der Synode zu Ende. Außerdem fand sie genau an dem Tag statt, an dem die 10-jährige Berufungszeit des Superintendenten endete. Im Gottesdienst zu Beginn in der Dermbacher Kirche wurde Superintendent Dr. Lieberknecht deshalb aus den Händen von Propst Dr. Christian Stawenow aus Eisenach eine neue Berufungsurkunde bis zum Ende seiner Dienstzeit am 31.10.2020 überreicht.

In seinem traditionellen Bericht vor der Kreissynode schlug der Superintendent dann auch den Bogen zurück bis zum Beginn seines Amtes 2009. Er stellte seine Ausführungen unter ein Leitwort, das er vor 10 Jahren thematisiert hatte: Es kommt nicht darauf an, wie weit wir es gebracht haben, sondern wie nahe wir der Mitte sind. „Das Wort Erfolg gibt es in der Bibel nicht“, so Lieberknecht. „Am ehesten entspricht dem das Wort Frucht. Und vielfältige Früchte hat Gott auch bei uns wachsen lassen.“ In einem bunten Reigen ging er anschließend auf Ereignisse des vergangenen Jahres im Kirchenkreis ein.

Sorgen bereitet dem Superintendenten die Personalsituation in der EKM. Es wird zunehmend schwierig, vorhandene Stellen zu besetzen. Auch im aktuellen Jahrgang des Entsendungsdienstes wird niemand in die Rhön kommen, wo die Pfarrstellen Völkershausen und Kaltenwestheim dafür vorgesehen waren. „Wir werden in den nächsten Jahren kein Finanzproblem, wohl aber ein Personalproblem haben“.

Unter anderem wertete Dr. Lieberknecht die kürzlich in allen 61 Gemeinden stattgefundenen Gemeindekirchenrats-Wahlen aus. Die Wahlbeteiligung lag mit 27 % höher als bei vorangegangenen Wahlen. Im Kirchenkreis wurden 370 Frauen und Männer gewählt. Das sei ein großer Schatz, hob der Superintendent hervor: „370 Köpfe, die mitdenken, und 740 Hände, die mit anpacken!“

Erstmals verabschiedete die Synode einen Doppelhaushalt für den Kirchenkreis für 2020 und 2021, verbunden mit einem doppelten Stellenplan. Im Blick auf die Neubildung von Kreissynode und Kreiskirchenrat und die absehbare Vakanz im Superintendenten Amt im nächsten Jahr liegt somit ein Haushalt für 2021 bereits vor. Kirchenkreisrechnerin Ellen Tanz aus Roßdorf stellte das umfangreiche Zahlenwerk vor, das anschließend von den 37 Synodalen einstimmig angenommen wurde.

Ein Beschlussantrag des Kreiskirchenrates, aus dem gemeinsamen Baumittelausschuss mit drei weiteren Kirchenkreisen auszuscheiden, fand hingegen keine Mehrheit in der Synode.

Am Ende der Tagung dankte der Superintendent dem Präsidium der Synode für die sechsjährige Arbeit: Präses Hans-Martin Gerhardt aus Vacha, Andreas Malchereck-Matthes aus Kaltenwestheim und Heike Straube aus Kaltennordheim. Der letzte Dank galt der Sekretärin des Superintendenten, Margit August aus Dorndorf, für ihre sorgfältige Arbeit bei der Vorbereitung der Sitzungen und der Protokollführung.


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 Propst Dr. Christian Stawenow aus Eisenach hielt die Predigt in der Dermbacher Kirche. © Julia Otto  Im Gottesdienst in der Dermbacher Kirche wurde Superintendent Dr. Lieberknecht aus den Händen von Propst Dr. Christian Stawenow eine neue Berufungsurkunde bis zum Ende seiner Dienstzeit am 31.10.2020 überreicht.  © Julia Otto  Am Ende dankte der Superintendent dem Präsidium der Synode für die sechsjährige Arbeit und der Sekretärin des Superintendenten, Margit August aus Dorndorf, für ihre sorgfältige Arbeit bei der Vorbereitung der Sitzung. © Julia Otto