27.01.2021
Stilles Gedenken und Kranzniederlegung im Rathenaupark für die Opfer des Nationalsozialismus

Heute, am 27. Januar,  jährte sich der Tag der Auschwitz-Befreiung zum 76. Mal.

„Auschwitz steht für eine gnadenlose Verfolgung und massenhafte Ermordung von Menschen, die nicht ins System passen, die anders aussehen, die woanders herkommen, die anders denken, die nicht in das eigene Weltbild passen. Aber als Christen müssen wir deutlich machen: Es gibt keine Menschen 2. oder 3. Klasse. Es ist unmenschlich, Menschen zu stigmatisieren, auszugrenzen oder zu verfolgen, denn vor Gott sind alle gleich. Und zum Glück sahen das die Väter des Grundgesetzes ebenso: die Würde des Menschen ist unantastbar“, erzählt Pfr. Thomas Volkmann aus Tiefenort.

Die übliche Gedenkstunde verbunden mit einem Zusammentreffen von Vertretern aus Politik, Kirchen und Schulen in der gewohnten Form, ist aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich.

Doch auch in Pandemiezeiten ist es unerlässlich, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten.
So legten um 10:30 Uhr Pfarrer Rudolf Mader (Möhra), Pfarrer Thomas Volkmann (Tiefenort) und Pfarrerin Diana Engel (Bad Salzungen) stellvertretend für die evangelischen Christen in Bad Salzungen und Umgebung einen Kranz am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus an der Gedenkstätte im Rathenaupark nieder und beteten.

„Auch wenn das Gedenken dieses Jahr ohne Publikum und anders gestaltet werden muss, ist es uns wichtig, dass die Gräueltaten des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten“, erklärt Pfr. Thomas Volkmann. „Das ist umso dringender, weil wichtige Zeitzeugen nicht mehr leben, die uns daran erinnern können. Zugleich erfülle uns der Gedanke an die systematische Verfolgung und das massenhafte Sterben von Juden, Sinti und Roma, aber auch politischer Häftlinge und gesellschaftlich Geächteter mit tiefer Trauer“, machten die drei Pfarrer deutlich.


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 Von links: Pfarrer Thomas Volkmann (Tiefenort), Pfarrerin Diana Engel (Bad Salzungen) und Pfarrer Rudolf Mader (Möhra)