25.11.2025
„Was kommt danach? – Konfis setzen sich mit Tod, Sterben und Ewigkeit auseinander“
Am 21. November haben sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem Pfarrbereich Dorndorf anlässlich des Totensonntags (auch Ewigkeitssonntag genannt) mit einem sehr besonderen und manchmal auch schwierigen Thema beschäftigt: „Was kommt danach?“ – Tod, Sterben und Ewigkeit standen an diesem Tag im Mittelpunkt.
Zu Gast war die Bestatterin Martina Sachs, die den Jugendlichen spannende und einfühlsame Einblicke in ihren Beruf und die Themen Tod, Trauer und Bestattung gab. Die Konfis hatten viele Fragen: „Was ist ein Friedwald?“, „Gibt es Menschen, die schon einmal etwas Übersinnliches erlebt haben?“ oder „Darf man Menschen im eigenen Garten bestatten?“ Besonders fasziniert zeigten sich die Jugendlichen, als Martina Sachs von einem außergewöhnlichen Schmuckstück erzählte, in dem die Asche eines Verstorbenen gepresst und als Diamant aufbewahrt werden kann. Zudem hatte sie eine Auswahl an verschiedenen Urnen dabei, die sie den Jugendlichen zeigte und erklärte – von klassischen Modellen bis hin zu modernen, umweltfreundlichen Varianten.
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten die Möglichkeit, an vier Stationen zu lernen und mit der Bestatterin sowie Pfarrerin Franziska Freiberg ins Gespräch zu kommen:
Station 1: „Wie geht Sterben?“ – Die Konfis setzten sich mit den Sterbephasen auseinander und überlegten, was sie in ihrem Leben noch unbedingt erleben und erreichen wollen – ihre eigene „Löffel-Liste“.
Station 2: „Welche Bestattungsarten gibt es?“ – Hier durften die Konfis ein Buchstabenrätsel zum Thema „christliches Begräbnis“ lösen und erfuhren alles rund um Urnen, Friedhöfe und auch die Bedeutung von Abschied nehmen.
Station 3: „Mit der Trauer leben.“ – Was passiert bei einer Trauerfeier? Wie kondoliert man richtig? Diese Station zeigte den Jugendlichen, wie wichtig es ist, über Trauer zu sprechen und wie man einfühlsam mit Menschen umgeht, die einen Verlust erlitten haben.
Station 4: „Was sagt die Bibel zur Auferstehung?“ – Hier betrachteten die Konfis den Bibeltext Offenbarung 21, 1-5a und malten Bilder, die zeigten, wie sie sich den Himmel vorstellten.
Ein bewegender Moment war, als sich die Konfis bewusst an verstorbenen Menschen erinnerten und eine Kerze entzündeten – ein Symbol für das Gedenken und das Loslassen. Drei Konfirmandinnen waren sich einig: „Es ist wichtig, über das Thema zu reden – vor allem, um loszulassen, wenn Menschen im Umfeld gestorben sind.“
Nach der Konfi-Stunde stellte sich eine weitere interessante Frage: Sollte der Weihnachtsmarkt schon vor dem Ewigkeitssonntag eröffnet werden, oder ist es wichtiger, bewusst ein Wochenende lang den Verstorbenen zu gedenken? Der größte Teil der Jugendlichen war sich einig, dass es wichtig ist, sich zu erinnern. Daher entschieden sie sich klar gegen die vorzeitige Eröffnung des Weihnachtsmarktes – der Totensonntag soll ein Tag des Gedenkens und der Besinnung bleiben.
Zum Abschluss des Nachmittags gab es noch ein gemeinsames Abendessen, bei dem die Jugendlichen ihre Gedanken und Eindrücke austauschten. Zum Abschied überreichte Pfarrerin Franziska Freiberg jedem Konfirmanden einen kleinen Engel, den sie am Totensonntag auf das Grab eines verstorbenen Menschen legen konnten – als Zeichen des Gedenkens und der Hoffnung.