25.06.2026
Johannistag verbindet Gemeinden der Rhönregion in Frankenheim

Zum regionalen Gemeindenachmittag am Johannistag kamen trotz hochsommerlicher Temperaturen 63 Menschen aus Fischbach, Kaltenordheim, Kaltenwestheim, Kaltensundheim, Unterweid, Oberweid, Birx, Frankenheim und Erbenhausen im „Karolinenheim“ in Frankenheim zusammen. Im Mittelpunkt standen geistliche Impulse, gemeinsames Singen, Begegnung sowie der Austausch über die Zukunft kirchlichen Lebens.

Die Gemeindepädagoginnen Heike Straube und Astrid Spekker gestalteten eine Andacht zum Johannistag. Ausgangspunkt war die Johannisbeere auf jeder Kaffeetasse, deren säuerlicher Geschmack symbolisch für die Höhen und Tiefen des Lebens stand. „Das Leben ist manchmal wie eine Johannisbeere. Nicht immer nur zuckersüß“, sagte Heike Straube. Astrid Spekker ergänzte: „Sauer macht lustig. Gott hat uns die Johannisbeere nicht gegeben, damit wir ein Gesicht ziehen wie drei Tage Regenwetter, sondern damit wir merken: Da ist noch Saft und Kraft drin.“ Musikalisch begleitet wurde die Feier von Astrid Spekker am Klavier.

Im Zentrum der Andacht stand das Wort Johannes des Täufers: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ (Johannes 3,30). Heike Straube deutete den Vers als Ermutigung, im Älterwerden Vertrauen, Gelassenheit und Hoffnung wachsen zu lassen. „Wenn manches kleiner wird – Kraft, Beweglichkeit oder Gedächtnis –, dann heißt das nicht, dass wir kleiner werden in Gottes Augen.“

Als Gastreferent sprach Superintendent Christoph Ernst über das Thema „Kirche anderswo“. Dabei machte er deutlich, dass Kirche nicht an bestimmte Orte gebunden sei: „Kirche anderswo ist eben kein geografischer Ort, sondern eher eine innere Haltung.“ Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen brauche Kirche die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. „Das alte ‚Haben wir doch schon immer so gemacht‘ nützt uns heute nicht mehr. Wir müssen pragmatisch, anpackend und lösungsorientiert handeln.“

Der Superintendent betonte, Kirche müsse sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientieren. Aus seinen Erfahrungen leitete er fünf Erkenntnisse ab: Kirche sei mehrsprachig im Sinne unterschiedlicher Lebenswelten, lern- und veränderungsfähig, von Begegnung geprägt, auf Humor und Gelassenheit angewiesen und offen für Neues. Sein Fazit: „Wir müssen in der Kirche nicht überall gleich sein, um miteinander verbunden zu sein. Unterschiede können uns bereichern. Und Gott hat offenbar einen erstaunlichen Sinn für Vielfalt.“

Zum Abschluss dankte Pfarrer Alfred Spekker dem Superintendenten für seinen Besuch und erinnerte an die Entwicklung des regionalen Gemeindenachmittags. „Vor 16 Jahren wollten wir zunächst die Frauenkreise aus Frankenheim und Birx zusammenbringen. Heute kommen Menschen aus vielen Kirchgemeinden zusammen. Das zeigt, dass regionale Zusammenarbeit ein gutes Modell ist. Jeder hat seins, aber wir haben auch eine Menge gemeinsam.“

Nach Vortrag und Fragerunde an Christoph Ernst bestand die Möglichkeit zur Einzelsegnung. Bei Kaffee und Kuchen sowie späteren Bratwürsten blieb Zeit für Gespräche und Begegnungen. Der Gemeindenachmittag machte deutlich, wie gelebte Gemeinschaft über Ortsgrenzen hinweg Menschen verbindet und kirchliches Leben in der Region stärkt.


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Zum Gemeindenachmittag am Johannistag kamen Gäste aus zahlreichen Orten des Kirchenkreises in Frankenheim zusammen.  Julia Otto Die Andacht wurde von den Gemeindepädagoginnen Heike Straube und Astrid Spekker gestaltet.  Julia Otto Passend zum Thema Johannistag lag auf jeder Kaffeetasse eine Johannisbeere bereit, die als anschaulicher Ausgangspunkt für die Andacht diente.  Julia Otto Musikalisch begleitet wurde die Andacht von Astrid Spekker am Klavier.  Julia Otto Superintendent Christoph Ernst gestaltete den Nachmittag als Gastreferent mit.  Julia Otto Zum Ende des Nachmittags bestand die Möglichkeit, einen persönlichen Segen zu empfangen.  Julia Otto